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Das wärmere Wetter kommt, man holt den Kulturbeutel heraus, und da ist sie: die Sonnencreme des Kindes vom letzten Jahr, halb leer, mit veränderter Konsistenz und ohne sichtbares Verfallsdatum. Benutzen wir sie? Wegwerfen? Neue kaufen? Und wenn wir neue kaufen, wie finden wir die richtige?
Dieses Bild erleben Tausende von Familien jede Saison. Sonnenschutz für Kinder beschränkt sich nicht nur auf den Sommer und die Vermeidung von Sonnenbrand. Die kumulative Sonneneinstrahlung in der Kindheit kann die Haut noch viele Jahre später beeinträchtigen. Deshalb ist die Wahl eines guten Sonnenschutzmittels von klein auf so wichtig.
Kinderhaut ist keine verkleinerte Version von Erwachsenenhaut. Sie unterscheidet sich strukturell: Sie ist dünner, hat eine weniger ausgeprägte Hautbarriere , eine im Verhältnis zum Körpergewicht größere Oberfläche und ist durchlässiger für aufgetragene Inhaltsstoffe. Dadurch ist sie deutlich anfälliger für Sonnenstrahlung und reagiert empfindlicher auf bestimmte Inhaltsstoffe, die bei Erwachsenen keine Probleme verursachen.
Deshalb reicht es nicht aus, einfach dieselbe Sonnencreme zu verwenden, die Sie auch für Ihre Kinder benutzen.Sonnencremes für Kinder enthalten in der Regel mildere Inhaltsstoffe, verzichten auf aggressive Duftstoffe und Alkohole und bieten Texturen, die speziell für empfindliche Haut entwickelt wurden.

Eine der häufigsten Fragen von Eltern ist, ob Lichtschutzfaktor 50+ wirklich notwendig ist oder ob LSF 30 ausreicht. Für Kinder ist die Antwort eindeutig: LSF 50+ ist der empfohlene Standard für Minderjährige, sowohl von Kinderdermatologen als auch von europäischen Gesundheitsorganisationen. Hier erfahren Sie, warum das so wichtig ist:
Darüber hinaus blockiert ein Lichtschutzfaktor von 50+ mehr als 98 % der UVB-Strahlung und bietet somit einen höheren Schutz im Sommer.
Dies ist vielleicht der Punkt, der die meisten Verwirrung stiftet und gleichzeitig der wichtigste ist, um zu verstehen, was man eigentlich kauft.
Sie wirken durch die Reflexion von Sonnenstrahlung und werden häufig für Babys, Kleinkinder und empfindliche Haut empfohlen. Inhaltsstoffe wie Zinkoxid und Titandioxid sind für ihre gute Verträglichkeit bekannt.
Sie absorbieren Strahlung und haben tendenziell eine leichtere, transparentere Konsistenz. Sie eignen sich gut für ältere Kinder, obwohl es ratsam ist, Säuglingsnahrung für Kinder und Kinder mit hoher Verträglichkeit zu wählen.
Viele der besten Sonnenschutzmittel für Kinder kombinieren heute beide Filtertypen, um das Beste aus beiden Welten zu vereinen: die Sicherheit physikalischer Filter und die Leichtigkeit chemischer Filter.
Einer der häufigsten Fehler ist die Annahme, dass Sonnenschutzmittel den ganzen Tag wirken. Selbst das beste Sonnenschutzmittel auf dem Markt ist nutzlos, wenn es nicht richtig aufgetragen oder nicht oft genug erneut aufgetragen wird.
Was die Wasserbeständigkeit betrifft : Eine wasserfeste Sonnencreme behält ihre Wirksamkeit für eine gewisse Zeit im Kontakt mit Wasser, in der Regel zwischen 40 und 80 Minuten. Danach oder nach dem Abtrocknen mit dem Handtuch nimmt der Schutz deutlich ab.
Zum Thema Nachcremen : Auch wenn die Sonnencreme lang anhaltend ist, sollte sie generell alle zwei Stunden und immer nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen erneut aufgetragen werden. Dies ist besonders wichtig für Kinder, die viel in Bewegung sind.
Ausreichende Menge : Ein weiterer häufiger Fehler ist die Verwendung von zu wenig Sonnenschutzmittel. Damit der auf der Verpackung angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) wirksam ist, muss eine großzügige Menge aufgetragen werden, die alle unbedeckten Hautstellen gründlich bedeckt. Vergessen Sie dabei nicht Bereiche wie Ohren, Hals, Nacken, Fußrücken und Schultern.
Vor dem sechsten Lebensmonat wird generell empfohlen, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und keine Sonnencreme aufzutragen, da die Haut von Babys sehr durchlässig ist. Ab sechs Monaten können speziell für Babys entwickelte Sonnencremes verwendet werden. Ab drei Jahren erleichtern Sprays, Lotionen und Körpersprays die Anwendung in der Regel erheblich.
Einige nützliche Tipps für die Anwendung:
Nicht alle als für Kinder geeignet beworbenen Sonnenschutzmittel sind gleich. Ein kurzer Blick auf die Inhaltsstoffe dauert nur eine Minute und kann einen großen Unterschied machen, besonders wenn Ihr Kind empfindliche Haut hat oder zu Hautreizungen neigt. Hier sind die Inhaltsstoffe, die Sie in Sonnenschutzmitteln für Kinder vermeiden oder auf die Sie achten sollten:
Kinderhaut vor der Sonne zu schützen, ist nicht nur eine Frage des Sommers oder der Ästhetik, sondern vor allem der Gesundheit. Die meisten Sonnenschäden, die im Erwachsenenalter auftreten, entstehen durch die kumulative Sonneneinstrahlung in Kindheit und Jugend. Deshalb ist jede Entscheidung, die Sie jetzt treffen – vom gewählten Lichtschutzfaktor bis hin zur Häufigkeit des Nachcremens – wichtig.
Sie brauchen nicht das teuerste oder bekannteste Produkt. Wichtig ist ein Produkt mit Lichtschutzfaktor 50+, altersgerechten Filtern, einer unbedenklichen Formel und einer angenehmen Textur. Die regelmäßige Anwendung ist dann entscheidend.
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